analytische sozialpsychologie in hannover
>>> petition zur rettung einer psychoanalytisch orientierten, kritischen sozialpsychologie in hannover
neuigkeiten & die aktuelle situation:
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der kritischen Sozialpsychologie!
Vielen Dank, dass Sie sich mit ihrer Unterschrift für die Wiederherstellung einer forschungs-, lehr- und kritikbefähigten Sozialpsychologie einsetzen, denn Ihre Unterstützung wird für deren Rettung immer wichtiger.
In den letzten Monaten hat sich die Lage hier drastisch verschärft. Überraschend wollte der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät alle Beteiligten vor vollendete Tatsachen stellen, indem ein kurzfristig und in kleinem Kreise überarbeiteter Entwicklungsplan zum Beschluss vorlag, der die "Abwicklung" der Sozialpsychologie vorsieht, sowie den Studien- und Forschungsschwerpunkt Gender Studies implizit auflöst. Nur mit viel Einsatz der Studierenden konnte auf die skandalöse und undemokratische Vorgehensweise aufmerksam gemacht und die offizielle Absegnung dieses Beschlusses im Fakultätsrat bisher verhindert werden.
Unzählige Briefe und Beschwerden verschiedener Seiten gingen beim Senat ein, der über den Entwicklungsplan in zweiter Instanz hätte abstimmen sollen, und in der Senatssitzung waren über 80 Studierende anwesend um ihr Interesse zu bekunden und zu diskutieren. Aus diesem Grund hat der Senat den Entwicklungsplan wieder in die Fakultät zurückgegeben und eine formal gültige Abstimmung gefordert. Statt einer wirklichen inhaltlichen Diskussion gab es seither nur eine Sitzung in einer Personen-Konstellation, die von vornherein die Suche nach Kompromisslösungen, die den Erhalt einer kritischen Sozialpsychologie und des renommierten Gender-Schwerpunktes ermöglichen würden, ausschloss.
Dass hier eine einzigartige sozialwissenschaftliche Ausrichtung abgeschafft wird, scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Ebenfalls nicht das Argument, dass es die unbedingte Aufgabe einer kritischen Sozialwissenschaft ist, sich mit so hochaktuellen Themen wie gesellschaftlichen Gewaltphänomenen, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und den psychosozialen Nachwirkungen von Nationalsozialismus und Weltkrieg auf die deutsche Gesellschaft zu beschäftigen. Diese Themen können ohne eine subjekttheoretische Perspektive, die in Verbindung mit soziologischen und historischen Analysen auch die emotionale und affektive Dimension berücksichtigt, nicht adäquat erfasst werden.
Wir werden weiter versuchen, Einfluss zu nehmen und der Abschaffung der Sozialpsychologie entgegen zu wirken.
Unsere Forderungen gehen jedoch weiter als der bloße Kampf um Stellenerhalt. Abwicklung oder Erhalt einer kritischen Sozialpsychologie sind keine rein verwaltungstechnischen Angelegenheit, sondern haben eine politische Dimension.
Mit Hilfe der Petition werden wir versuchen die Debatte zu einem Politikum zu machen. Einige Vorgespräche mit den Parteien sind schon geführt worden, so dass die Petition am 12. November öffentlichkeitswirksam an den niedersächsischen Landtag übergeben werden wird. Diese hat schon jetzt Gewicht, weil inzwischen über 1500 Personen, unter ihnen über 60 HochschulprofessorInnen (u.a. Aleida Assmann, Ulrich Beck, Micha Brumlik Judith Butler, und Axel Honneth; eine vollständige Liste finden Sie
>>> auf unserer Homepage)
und zahlreiche andere Fachpersonen unterzeichnet haben. Auch eine kleine Anfrage soll die Politik beschäftigen. Flankierend versuchen wir namhafte Leute zu öffentlichen Stellungnahmen zu bewegen.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben oder wenn Sie uns irgendwie unterstützen wollen, zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Herzliche Grüße,
Ihre
Assoziation Kritische Sozialpsychologie
http://www.sozialpsychologie-hannover.de
neuigkeiten & die aktuelle situation:
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der kritischen Sozialpsychologie!
Vielen Dank, dass Sie sich mit ihrer Unterschrift für die Wiederherstellung einer forschungs-, lehr- und kritikbefähigten Sozialpsychologie einsetzen, denn Ihre Unterstützung wird für deren Rettung immer wichtiger.
In den letzten Monaten hat sich die Lage hier drastisch verschärft. Überraschend wollte der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät alle Beteiligten vor vollendete Tatsachen stellen, indem ein kurzfristig und in kleinem Kreise überarbeiteter Entwicklungsplan zum Beschluss vorlag, der die "Abwicklung" der Sozialpsychologie vorsieht, sowie den Studien- und Forschungsschwerpunkt Gender Studies implizit auflöst. Nur mit viel Einsatz der Studierenden konnte auf die skandalöse und undemokratische Vorgehensweise aufmerksam gemacht und die offizielle Absegnung dieses Beschlusses im Fakultätsrat bisher verhindert werden.
Unzählige Briefe und Beschwerden verschiedener Seiten gingen beim Senat ein, der über den Entwicklungsplan in zweiter Instanz hätte abstimmen sollen, und in der Senatssitzung waren über 80 Studierende anwesend um ihr Interesse zu bekunden und zu diskutieren. Aus diesem Grund hat der Senat den Entwicklungsplan wieder in die Fakultät zurückgegeben und eine formal gültige Abstimmung gefordert. Statt einer wirklichen inhaltlichen Diskussion gab es seither nur eine Sitzung in einer Personen-Konstellation, die von vornherein die Suche nach Kompromisslösungen, die den Erhalt einer kritischen Sozialpsychologie und des renommierten Gender-Schwerpunktes ermöglichen würden, ausschloss.
Dass hier eine einzigartige sozialwissenschaftliche Ausrichtung abgeschafft wird, scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Ebenfalls nicht das Argument, dass es die unbedingte Aufgabe einer kritischen Sozialwissenschaft ist, sich mit so hochaktuellen Themen wie gesellschaftlichen Gewaltphänomenen, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und den psychosozialen Nachwirkungen von Nationalsozialismus und Weltkrieg auf die deutsche Gesellschaft zu beschäftigen. Diese Themen können ohne eine subjekttheoretische Perspektive, die in Verbindung mit soziologischen und historischen Analysen auch die emotionale und affektive Dimension berücksichtigt, nicht adäquat erfasst werden.
Wir werden weiter versuchen, Einfluss zu nehmen und der Abschaffung der Sozialpsychologie entgegen zu wirken.
Unsere Forderungen gehen jedoch weiter als der bloße Kampf um Stellenerhalt. Abwicklung oder Erhalt einer kritischen Sozialpsychologie sind keine rein verwaltungstechnischen Angelegenheit, sondern haben eine politische Dimension.
Mit Hilfe der Petition werden wir versuchen die Debatte zu einem Politikum zu machen. Einige Vorgespräche mit den Parteien sind schon geführt worden, so dass die Petition am 12. November öffentlichkeitswirksam an den niedersächsischen Landtag übergeben werden wird. Diese hat schon jetzt Gewicht, weil inzwischen über 1500 Personen, unter ihnen über 60 HochschulprofessorInnen (u.a. Aleida Assmann, Ulrich Beck, Micha Brumlik Judith Butler, und Axel Honneth; eine vollständige Liste finden Sie
>>> auf unserer Homepage)
und zahlreiche andere Fachpersonen unterzeichnet haben. Auch eine kleine Anfrage soll die Politik beschäftigen. Flankierend versuchen wir namhafte Leute zu öffentlichen Stellungnahmen zu bewegen.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben oder wenn Sie uns irgendwie unterstützen wollen, zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Herzliche Grüße,
Ihre
Assoziation Kritische Sozialpsychologie
http://www.sozialpsychologie-hannover.de
Bell On A Rip - 2008/11/07 15:56