BauchWT im Lichtnestermond

die sache an sich

ich will wild drauflos schreiben, zehn gedanken im kopf zerren enorm an der muskulatur der schreibhand, und was stellt sich, wenn nicht gerade die briefträgerin oder die nachbarin, der der zucker ausgegangen ist, diesen job übernimmt, prompt in den weg: ich muß mal! die blaaaaase deeeeehnt sich, na klasse! sich jetzt auch noch eine cigarette anzuzünden als signal an die blase, ihren druck fünf minuten zu ignorieren & diese für das schreiben herauszuschinden, kann eigentlich kaum das mittel der wahl sein; es ließe nur die gedanken auf dem papier reichlich verwässert aussehen, als schriebe ich mit tinte und kippte wasser darauf.

über die sache an sich wollte ich ein bißchen was schreiben, wenn ich an mich schreibe bzw. mensch an sich, und, nebenbei, nichts anderes tue auch ich oft. wenn etwas unklar ist, steht nie allein die unklarheit da; oft stellt diese sich in einer symbolik dar, die ich bereits beim schreiben vorfinde, sich also vor dem schreiben finden läßt. die rück-übersetzung, die den weg von außen nach innen nähme, erfolgt später. und durchaus nicht immer schriftlich.

eine ganz andere art wäre es, bereits klargewordenes in bootschaften zu setzen, sie vermittels symbolik sozusagen seetauglich verpacken zu wollen und raus, in die weite des meeres zu schicken. eine unart wäre es, so mit dem unklargebliebenen zu verfahren, und wehe, ein psychoanalytiker, der sich darauf verstünde, botschaften nicht anzunehmen, sie stattdessen an den botschafter mit dem auftrag, sie zu entsymbolisieren, zurückzuschicken, würde es lesen! ;-) es ist klasse, als antwort auf einen selbstgeschriebenen brief einen weißen briefbogen zurückzubekommen,
wenn die erste unwillkürliche reaktion darauf diejenige ist, sofort nach dem tintenhalter zu greifen. :-)

zwei beispiele waren das nur; ich hätte beim zweiten die sache mit dem adressaten und dem adressanten noch deutlicher herausstellen können, wenn nicht gerade meiner nachbarin der zucker ausgegangen wäre, noch bevor das buschwindröschen sich neigte am erdbeersaum, ich die götter versäumen ließ ihre pflicht & in den geschichtenbüchern eingeschrieben werden konnte, das ding an sich, es war so frei.

ansonsten ...

... nicht nichts, aber kein wort zu sagen.
außer, daß es in der ddr cigarren namens sprachlos zu rauchen gab
& es dinge im leben gibt,
bei denen es sich
nicht
erübrigt, sie am besten
zu verpassen.

...

geschätzte e. d. geht in sich hinein, ihre außenwelt zu röntgen.
es sich nicht kühl werden zu lassen.

i think ...

... enough is enough.

ich sah es im fernsehen, damals, 1992, als "big mac" seine karriere im weißen sport beendete.

der zufall wollte es, daß ich von ganz nahem die gnade des weisen sah, die sich nach dem ausspruch der worte in die augen des begnadeten legte,

während ich eine kleine und eine große fliege verjagte, die zu kopulieren sich auf meinem fernseherschirm anschickten, ohne sie für immer töten zu wollen. so, wie
es reicht nicht immer heißt, daß es reicht, sondern
es genug ist.


auszug aus dem expeditionsmerkblatt "ungeklärte schlämme"

sumpfeulen heulen im sumpf.
sumpfaustrocknen gegen die natur des sumpfes;
sumpfeulen aus dem sumpf ziehen gegen die der sumpfeulen,
versumpfungsgefahr für nichtsumpfeulen:
sumpfeulen auf fernem trockenen zöge es wieder & wieder in den sumpf;
nichtsumpfeulen heulten im sumpf.
auf dem sumpffernen bleiben die natur der nichtsumpfeulen,
in sumpfnähe warnschilder denken.

3 zufälle

wie ein gelangweilter universitätsprofessor, der vergessen hat, seine katze zu füttern & umständlich in seinen hosentaschen nach einem zweieuroschein wühlt & dabei gebräunte schamhaare & jointkrümel zutage fördert; es klingt engagiert, merkwürdig ankaschiert; es läßt sich nicht behaupten, daß es das sei. (nachdem die skandinavia mit bernd otto kommunizierte, engagierte sie sich in der co-op; bedauernswertes bauernopfer otto, engagiertes, man kannte das kommunizierte ende.) es kommt einem vor wie hurerei & diese scheißreime, die sich wie schleim um die worte ranken, beim vortragen mehr noch als beim schreiben. die hure braucht geld, man selbst auch, es ist nichts bewegendes, wenn man heiße eisen anfaßt zum zehnten-, zwanzigsten-, zweihundertstenmal, wie huren andere dinge wie ein kühlfach, man will den schotter für essen & trinken & ruhe & altwerden, wenn man fertig ist, kinderlandverschickung ins house of the rising punk für alte & eine kinokarte noch, weil nichts schöner ist, als wortreich schweigend filme zu verpassen & festzustellen, daß augen sich besser drehen können als der hals, & vorgestern traf man auf dem parkplatz auf die lebensmittelsupermarktkassiererin, bei der man sich manchmal anstellt oder sich anstellen würde & sich deshalb anstellt & deren oberkörper man bereits kannte; es war, als wenn man eine nachrichtensprecherin oder fernsehansagerin plötzlich das wetter vorhersagen sieht; sie sah einen nicht, aber gestern traf man sie nocheinmal, auf einem anderen parkplatz, da rief sie ganz laut hallo wie mit drei o & lachte über das ganze gesicht & drehte sich nochmal um & winkte einem nach & ich?
glaube, mir sind die haribogummibärchen ausgegangen. :-)

guten morgen,
we all need umbrellies to umbrell our lifes

daheim & unterwegs

>

>>

versolter kaffee

guten morgääääähn, und immer erst nach dem frühstück die zähnchen putzen;
nicht, wie meiner wenigkeit es gerade >>> geschah, umgekehrt! auf weleda-solezahncremgeschmack kaffee darauf, es amputiert die nervelein jeglichen guten geschmacks, brrrrrrrr!

so. nun aber wacker mitten ins meer des tages hinein, es zu teilen!

herzlichst, Ihr
~ Café Kaba ~

episode aus dem tagebuch eines sich der lächerlichkeit preisgebenden hypochonders

ein beispiel, wie ...

... schwerste hypochondrische idiotie eines vollkommen idiotischen hypochonders auch kommunikation behindert, weil es zeit kostet, kann es sein:

geronnenes blut (der frühe volksmund nannte es auch schorf) in einer größe von weniger als einem millimeter durchmesser auf der haut eines bestimmten körperteils zu entdecken, an dem man sich eventuell, wie es ja nun im leben schon einmal vorkommen kann, im schlaf oder sonst irgendwie unbemerkt, gekratzt hat, und dieses für ein

melanom ante situ

zu halten!!

(um welches körperteil es sich handelt, tut nichts zur sache, außer vielleicht, daß man sich schon arg vorbeugen muß, gleichsam dabei die wirbelsäule arg verbiegend, um mit einer kleinen taschenlampe und einer lupe, die man beide (!) in einer hand halten muß, weil mit der anderen hand sowohl das körperteil fixiert, als auch dessen haut durch drücken und ziehen positioniert werden muß, das hautarreal einer peniblen ganztagsinspektion unterziehen zu können. - incl. photografischer dokumentation versteht sich, die zum zwecke des konsiliums an die crème de la crème der europäischen dermatologie versandt wird.)

das ist nicht witzig!
ach, ist es doch. :-)

geiernder vormittag & auf eine cigarette mit helmut schmidt, ...

... nicht etwa "auf ein tütchen mit hütchen", lautet eine kolumne in der zeit.

>>> christa wolf oder daniela dahn, als kandidatinnen im gespräch, gäben, ebenso, wie es bei luise rinser und uta ranke-heinemann der fall gewesen wäre, dem amte der bundespräsidentin eine gestalt, und zwar erstmals seit bundesrepublikens gedenken! und es ließe sich nicht mehr behaupten, scheißegal, wer dort auf seinem stuhl sitzt.

* * *

im hochgeschwindigkeitssenkflug von den armen von jemandem gebremst zu werden, ... der mißratene satz hört sich lustig doppeldoytig an, die armen des jemanden! ;-) gar nicht so lustig, die arme der armen des armen. nein, nein. drei züge noch, im hochgeschwindigkeitssenkflug in den armen eines jemanden landen, der einen, nicht aus-, nur etwas bremst, bringt wegen möglicher beulengebenskönnung auch nichts. nochmal: vom pferde abzusteigen braucht es kein bodenpersonal.

ach, in armen landen. auffangen bedeutet doch nicht gefangennehmen.

& buk an weissner: ja, dutch schultz ist auch auf dem sterbebett nicht schwach geworden. wenn ich es recht in erinnerung habe, hat er zum abschied wirres zeug von sich gegeben. jesus in heaven! zeitgleiches schreiben, sprechen, schlüsselsuchen und in briefen blättern führt zu prekärer zitatefindung. zwei noch, bevor

ich gleich damit beginnen muß, eine schwierige entscheidung vorzubereiten, wofür nur wenig zeit zur verfügung steht, einen noch, bevor ich jemandem etwas, wenn auch nur vorläufig, versagen muß, das ich ihm schon jetzt sehr gegönnt hätte. abschlägig bescheiden zu müssen, ist qual, als hockten drei geier auf mir; einmal verzerrte gesichtsmuskulatur mit beiden händen verreiben, einmal ausstrecken wie fünfzehnminutenschlaf, es wird werden;
und keine cigarette bis zweiuhrmittag

Verbalmischsex in mikrowellisiertem Himbeerblut

diese guten alten stübchen...
Bell On A Rip - 2021/11/16 04:01
a thousand kisses deep...
jasmin! * * * ferne fluesterstimmen fluestern. ..
Bell On A Rip - 2015/04/26 01:36
ich vermisse dich . ....
so sehr . . . und ich denke oft an dich . . .
alfred (Gast) - 2012/05/26 22:30
... still in search of...
Liebe(r) Bell on a RIP (?), ich habe noch Briefe und...
magaluisa (Gast) - 2011/05/08 22:19
nahe dran oder größenphantastische...
empirische studien wie die von evans et al. *) zeigen,...
Bell On A Rip - 2010/10/30 11:31
nächtliche gegenübertragungsträume
die schwierigkeit, besser gesagt, die härte, wenn Sie...
Bell On A Rip - 2010/10/14 17:54
danke für den link, ja,...
danke für den link, ja, man kann ranke-heinemanns engagement...
Bell On A Rip - 2010/10/01 06:34

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FEUERAKTUELL: white chalk

Free Jazz (x)

nein, fluxus (y)

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