nichts gegen rindertalg an & für sich, ...

... aber den vorwurf, als künstlerin & künstler in eine talgschau gegangen zu sein,

was, und da hat bukowski mit seinem vorwurf an den von ihm nicht übermäßig geschätzten späthenrymiller recht, in aller regel ist, als schlücke mensch, um das böse k-wort zu vermeiden, das schlechte von sich, das nicht nahrung sein könnende, das mensch über sich gegeben hat,

kann ich den von mir sehr geschätzten margarita broich & martin wuttke nicht ersparen, es sei denn, die beiden süßen waren auf die 500 euro angewiesen zuzüglich anreisekosten, und auch, wenn ihnen klar sein dürfte, daß es, nach dem schreckenserlebnis mit amelie fried, ihre erste & letzte talgschau gewesen ist.

es gibt kaum noch unabhängige, nichtinteressegeleitete journalistinnen & journalisten. das ist ein weiteres thema.

going to a talkshow is like twittering the whole day long, the sickest thing of all sick things. stellen Sie sich vor, Sie kommen nach hause, haben all den mist da draußen erlebt, und dann setzen Sie sich hin und versuchen, ein paar sätze hinzubiegen, mit denen Sie sich entgiften müssen, und es gelingt Ihnen, das gift zu entäußern und in papierfasern einzuschließen, damit es sich dort verwandeln kann in ein paar vitaminperlen, die Sie mit den augen wieder aufnehmen, die Sie wieder klarblicken lassen könnten, und stattdessen werfen Sie sich in eine talgschau der belanglosigkeiten und verkleben sich Ihre augen.

so ähnlich auch, wie ich eine menge leute gesehen habe, die einmal schreiben konnten und schriftsteller waren, bis sie twitter für sich entdeckten und sich (etwas davon) versprachen; ich meine von ihnen diejenigen, die kaum noch rauskommen aus ihren vierwänden und aus sich, weil der talg, nun in den augen, nicht mehr den gelenken des körpers und schließlich des geistes zur verfügung steht und die nur noch ihre, follower genannten jünger fragen, wie ihnen diejenigen gedichte gefallen, die sie nur noch schreiben können, wenn ein menschlicher toilettengang die zeit dafür rausschindet zwischen zig eight-to-five-to-mitternacht-belanglosigkeiten unter zwischenmenschen, und nicht die frage an sich, die mensch ruhig schon mal stellen darf, sondern das wissenwollen, wie EUCH mein gedicht gefallen hat, ist die entdichtung, man ist erledigt und liegt im talg des schauens derjenigen, die das schon längst nicht mehr





können, schade, sehr schade.


einst stand ich
unter einem apfelbaum
der seine früchte
nicht trieb

ich gedachte meiner
zweiten liebe
als zu regnen
es begann

plötzlich in mir
spürte ich sie

die verlornheit
des glücks
von einst

und doch: ging' morgen
die welt unter, würd' ich ...


okay, okay, okay,


... heute noch,
finge es zu pissen an,
meinen knirps aufspann'n.


jetzt noch ein schönes avaltärchen, auf dem ein adrett-nettes lächeln der tatsache der dem alter trotzenden straaahlkraft geopfert würde,
maaaaahlzeit!
Sun-ray - 2009/07/19 17:47

das zu genießen war mir grade echte freude ..... :)

jana (Gast) - 2009/07/20 11:02

2.versuch

einkopieren,
ich sollt irgendwas in irgendnem browser mit irgendwelchen bildern einstellen bzw erlauben,ka,
kopiert is schneller und vielleicht derart,
daß mir diese aufforderung ereichelt bleibt nun...
versuch2

genußanschlußermächtigungsschuß

oderso...
frag mich grad,wer den abfeuern müßt,
die sich anschließende ich,
die ,der sich (ich) angeschlossen wurde (sun ray)
oder das cafe,das zu diesen kommentarschlüssen und anschlüssen führte?
auf jeden fall muß es knallen (geht auch nachzureichen,deshalb ists egal,wer sich zum knalle ermächtigte am end oder zu guter letzt oder in allem schweren anfang und so ...)
aber, sagens, sind es nicht diese ohnmächtigkeiten und schmerztherapiebedürftigen kopfschütteleien,die zu solcherlei genuß,anschluß,ermächtigung,schuß und
knall führen? herr miller ward nur aus dem leben gefallen und hatts irgendwie nicht bemerkt oder wollte dies nicht. so ists doch ehre dennoch,kritisiert zu werden,statt ab- und durchgewunken. so ists eine ehre , für die anwesenheit (körperlich) in einer talgshow kritisiert zu werden, statt ab- und durchgewunken. man könnt einen leblosen schreiberling , der drauf besteht,das leben zu (be)schreiben in die tonne treten ebenso wie ne leblose talgshow oder n kasperletheater ohne kasper . aber mensch tuts nicht,der hauser zieht, das unverständnis zieht,das kopfschütteln zieht. die mischung ists und die angst wie neugier, was das mit einem menschen -mit zwei,drei, mit menschen,die einen interessieren,weil sie einem interessant sind an sich,manche ähnlich,manche konträr- macht. die angst vor dem eigenen scheitern im jetzt und allem morgen,was größtenteils so scheußlich ausschaut,wie altmillerscher minimalerguß oder ne fried-moderierte talgschlacht ohne schlachtefestgenüßlichkeiten. stirbt man an sowas oder entkernt es einen auf ein nichts oder kann mans überleben oder... naja,führts gar zu genußträchtigen ergüssen im cafe um die ecke mit -übertrieben gesagt- derart reichhaltigem fluß , daß der gesamte kiez versorgt wär . ach ich hol mir gleich noch einen.... kaffee ...
und wünsch nen guten morgen ...
(hat herr wuttke noch haare aufm kopp? hab ihn ewig nich mehr gesehen ... :oops: )
Marlon (Gast) - 2009/07/20 09:48

Freunde machst du dir nicht mit deiner Polemik. Echt nicht!
Typen wie du sollten bei Konkret schreiben. Für die 5 Gleichgesinnten, die die Konkret aborniert haben.

Mainhatten (Gast) - 2009/07/20 10:12

outing: ich war schon in einer talgshow. ;-)
@ marlon warum? ok, polemik spitzt zu. klar! aber was ist schlimm daran? mir geht es wie sun-ray. ich geniess es wie ein scharf gewürztes gericht und hab dann noch was zum nachdenken. kann ich nichts schlechtes bei finden. ich muss ja nicht bei allem zustimmen.
Mainhatten (Gast) - 2009/07/20 10:32

noch was @ marlon
guck dir freitags III nach neun an. danach kommen ausschnitte aus talkshows der anfänge mit wolfgang menge, lea rosh und solchen leuten. vergleich mal die veränderungen bis heute - stichwort streitkultur!
mathilda (Gast) - 2009/07/20 13:30

@marlon
mich dünkt, er ist in seinem schreiben und u.U. auch in seinem wesen, zu vage um "konkret" zu werden... oder gar dafür zu schreiben. ;)
Marlon (Gast) - 2009/07/20 16:32

Q Mainhatten Ich weiss auch, dass sich die Zeit geändert hat, aber war früher alles besser? Wer sich verweigert weil er unfähig ist sich anzupassen, hat kein Recht polemisch zu werden. Mit Streitkultur hat das nichts zu tun. Meine 5 Ct.

@ Mathilda Ich fands konkret aber konkret daneben. ;-)
Bell On A Rip - 2009/07/21 15:52

weia, göttliche sieben kommentare an der zahl! tausend dank dafür! :-)

wie soll ich denn antworten? ich habe keinen kopf, zeitschmerzen und dennoch den wunsch, mir mühe von der angenehmen sorte, sorte, das klingt ein bißchen wie schokaladensorte, zu geben.

okay, alles läuft letztlich auf eine frage hinaus, die nicht beantwortet werden muß, gleichwohl aber alles abrundet: es ist diejenige nach dem sinnlichen abenteuer.

nehmen wir einmal das geschirrspülen.
geschirrspülen kann ein sehr sinnliches abenteuer sein!

stellen Sie sich vor, liebe kommentatorinnen & kommentatoren, Sie haben gerade Ihre namenstagsgäste freundlich verabschiedet, gehen zurück auf Ihre wohnstube, wissen natürlich, daß es eigentlich in Ihre wohnstube heißt und lassen sich entspannt auf das chaiselongue fallen. Sie blicken auf unmengen von benutztem geschirr, das Sie zu spülen haben werden, unter anderem auf einen ganz bestimmten teelöffel, den Sie mit den augen separatisieren. Sie geraten in verzückung, denn Sie wissen genau, wer die art sein eigen nennt, nach dem umrühren des kaffees sich den löffel zu munde zu führen. und nun verzeihen Sie mir, wenn ich Sie auffordere, sich die kleine geschichte selbst zuendezudenken, denn das ist der kompromiß, und selbst der kann zum sinnlichen abenteuer hinführen, probieren Sie es aus! :-)

darf ich diejenigen, die ich nicht kenne, höflich darum bitten, nicht 'du' zu mir zu sagen? sehr vielen dank!

Trackback URL:
https://privatepublic.twoday.net/stories/5831365/modTrackback

Verbalmischsex in mikrowellisiertem Himbeerblut

diese guten alten stübchen...
Bell On A Rip - 2021/11/16 04:01
a thousand kisses deep...
jasmin! * * * ferne fluesterstimmen fluestern. ..
Bell On A Rip - 2015/04/26 01:36
ich vermisse dich . ....
so sehr . . . und ich denke oft an dich . . .
alfred (Gast) - 2012/05/26 22:30
... still in search of...
Liebe(r) Bell on a RIP (?), ich habe noch Briefe und...
magaluisa (Gast) - 2011/05/08 22:19
nahe dran oder größenphantastische...
empirische studien wie die von evans et al. *) zeigen,...
Bell On A Rip - 2010/10/30 11:31
nächtliche gegenübertragungsträume
die schwierigkeit, besser gesagt, die härte, wenn Sie...
Bell On A Rip - 2010/10/14 17:54
danke für den link, ja,...
danke für den link, ja, man kann ranke-heinemanns engagement...
Bell On A Rip - 2010/10/01 06:34

Klangfarben


Polly Jean Harvey
FEUERAKTUELL: white chalk

Free Jazz (x)

nein, fluxus (y)

Interimsadresse:

majlinda[ät]mail[punkt] austria[punkt]com

Suche

 

Credits


Creative Commons License

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur f�r neue Medien

powered by Antville powered by Helma

twoday.net AGB

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Reklame



Auswaertiges- & "saetziges"
BauchWT im Lichtnestermond
Das Jasminmeer
Die Fliessgeschwindigkeiten
LEBE wild und gefaehrlich
Nein und Amen: Einfluesse
Schneidend scharf, zerbrechlich
Spirit ejaculations
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren